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Onlinewerbung
  • Onlinewerbung auf einen Blick

    • Nahezu unbegrenzte Anzahl an Werbemöglichkeiten 
    • Gezielte und individuelle Ansprache der Zielgruppe durch Targeting
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Allgemeines

  • Der Onlinewerbemarkt ist ein sehr vielfältiges und umfangreiches Werbesegment, das momentan ein hohes Wachstum verzeichnet.

    In diesem Bereich gibt es viele Werbeformen, von klassischer Bannerwerbung bis hin zum Bewegtbild. Besonders hervorzuheben ist die im Onlinebereich weit verbreitete Zahlungsform: Affiliate. Das bedeutet, dass Werbeflächenanbieter für bestimmte Interaktionen der User bezahlt werden, wie Klicks oder Sales und nicht für die Dauer der Schaltung einer Werbung.

  • Im Onlinebereich werden hauptsächlich die englischen Begriffe Publisher für den Werbeflächenanbieter und Advertiser für das werbetreibende Unternehmen gebraucht.

    Die Technologien des Internets bieten die Möglichkeit, Werbekampagnen punktgenau bei der jeweiligen Zielgruppe zu platzieren, Streuverluste so auf ein Minimum zu reduzieren und eine schnelle Analyse über den Erfolg einzelner Maßnahmen zu erhalten.

Affiliate Marketing

  • Affiliate Marketing ist ein provisionsbasiertes Bezahlmodell für Online-Werbung. Die Vergütung für die Schaltung von Werbemaßnahmen wird anhand der Leistungen für den Werbetreibenden berechnet. Leistungsbasiertes digitales Marketing wird auch als Performance Marketing bezeichnet.

    Der Werbetreibende, der bei Affiliate-Modellen in der Regel ein Onlinehändler oder -dienstleister ist, wird Merchant, der Werbeflächenanbieter Affiliate genannt.

    Die Vermittlung zwischen Affiliate und Merchant findet in der Regel auf der Plattform eines Affiliate-Netzwerks statt. Dieses ermöglicht die einfache Auswahl von Partnerprogrammen für Affiliates und übernimmt die technische Bereitstellung der Werbemittel (Ad Server). Auch die Leistungsmessung und Abrechnung der Kampagnen ist eine Dienstleistung des Affiliate-Netzwerkbetreibers. Für die Vermittlung und Leistungserbringung verlangen Affiliate-Netzwerke vom Merchant meist einmalige und fortlaufende Gebühren, die ihm zusätzlich zur marktüblichen Provision von 30% auf alle Auszahlungen an Affiliates in Rechnung gestellt werden.

    Dadurch, dass die Vergütung nur gegen Umsätze oder messbare Leistungen erfolgt, wird das Risiko einer Werbekampagne für den Merchant deutlich reduziert. Dementsprechend wächst das Risiko für Affiliates, weshalb sie Partnerprogramme nicht nur nach den gebotenen Vergütungen, sondern auch nach der Attraktivität des Merchants und der Gestaltung der Werbemittel auswählen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dies erzeugt einen Druck auf Merchants, besonders ansprechende Werbungen zu gestalten.

    Eine Auflistung wichtiger deutscher Affiliate-Netzwerke befindet sich hier

  • Abrechnungsmodelle im Affiliate Marketing

    • Pay-per-Click (PPC): Hier wird der Affiliate für jeden Klick eines Users auf einen Werbelink bezahlt. Problematisch hierbei ist zum einen, dass keine Aussage über die Qualität des Besucherstroms getroffen werden kann und dass sogenannter Klickbetrug möglich ist.
    • Pay-per-Lead (PPL): Zu einer Provisionszahlung kommt es, wenn ein User einem Link auf die Seite des Merchants folgt und sich dort anmeldet oder eine Kontaktaufnahme startet.
    • Pay-per-Sale (PPS): In diesem Modell wird eine Zahlung fällig, wenn der Kunde einem Link folgt und dadurch auf der Seite des Merchants einen Kauf von Waren bzw. Dienstleistungen oder eine Zahlung tätigt. Die Provisionen können dabei entweder einen fixen Wert aufweisen, prozentual an den Umsätzen gemessen oder nach Warengruppen getrennt berechnet werden. Dieses Modell bietet für den Merchant die größte Planungssicherheit.
    • Möglich sind oft auch Kombinationen der oben genannten Modelle oder eine Bezahlung nach weiteren Kriterien.

Verbände

  • Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF)

    Die Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung e.V. ist ein Branchenverband großer deutscher Onlinevermarkter. Sie verfolgt das Ziel, eine einheitliche Reichweitenwährung auf Basis der Online-Besucherzahlen (Unique Visits) zu etablieren und damit die Standardisierung in der digitalen Werbeträgerforschung zu erhöhen. Die 2002 gegründete AGOF hat momentan 22 Mitglieder und ca. 60 Studienteilnehmer. Die insgesamt zwei Sektoren Internet und Mobile verantworten Reichweitenforschung und Planungsparameter in ihrem jeweiligen Bereich.

    Die AGOF gibt monatlich die Markt-Media-Studie internet facts heraus, die eine Reichweitenmessung der Onlinewerbeträger aller angeschlossenen Vermarkter beinhaltet. Für Werbetreibende und Mediaagenturen bietet diese Studie somit eine Planungsgrundlage, da sie die Leistungswerte der Onlinewerbeträger vergleichbar macht und es ermöglicht, Online-Werbung mit ähnlichen Methoden wie Offline-Werbung zu planen.

    http://www.agof.de/

  • Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW)

    Der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. vertritt die Interessen von knapp 600 Mitgliedesunternehmen aus der gesamten digitalen Wirtschaft. Hierzu zählen insbesondere Anbieter von Online-Marketing und digitalen Inhalten sowie Onlinedienstleister. Durch öffentliche Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen und Gesetzgebungsverfahren gestaltet der BVWD Entscheidungen mit und trägt durch Expertenwissen zur öffentlichen Meinungsbildung bei.

    Der BVWD ist in acht Fachgruppen geteilt, welche die Brachensegmente der digitalen Wirtschaft repräsentieren:

    • Agenturen
    • Connected Games
    • E-Commerce
    • Fachgruppe Online-Mediaagenturen (FOMA)
    • Mobile
    • Online-Vermarkterkreis
    • Performance Marketing
    • Social Media

    http://www.bvdw.org/

  • Online-Vermarkterkreis (OVK)

     

    Als Untereinheit des BVDM haben sich im Online-Vermarkterkreis 19 der größten deutschen Online-Vermarkter zusammengeschlossen. Der OVK hat sich zum Ziel gesetzt, die Markttransparenz und Planungssicherheit in der Onlinewerbebrache zu erhöhen und Werbeformate und Prozesse zu vereinheitlichen. Dadurch soll die Planung, die Produktion, die Durchführung und das Monitoring von Onlinewerbekampagen für Vermarkter und Kunden vereinfacht werden. 

    Der OVK ist in die drei Units eingeteilt: AdTechnology Standards, Marktzahlen und Targeting. Diese ermöglichen einen Austausch unter Experten und erstellen Studien und Publikationen.

    http://ovk.bvdw.org/

Vermarkter

  • United Internet Media

    Die United Internet Media AG ist der Mediavermarkter einiger bekannter Portale wie WEB.DE, GMX, 1&1 und SmartShopping.de sowie zahlreicher internationaler Webseiten. 

    Neben der Vermarktung werden spezifische Tools, Beratungsleistungen und Unterstützung bei der Mediaplanung angeboten.

    www.united-internet-media.de

    Interactive Media

    Die Interactive Media ist ein internationaler Vermarkter, der zur Deutschen Telekom gehört. Neben dem Onlinesektor ist Interactive Media auch in den Bereichen Mobile und digital Out-of-Home tätig und führt Marktstudien durch.

    Zu den Hauptangeboten zählt die große Sport-Kombi, zu der einige der wichtigsten deutschen Sportinternetseiten gehören. Außerdem werden zahlreiche Webseiten für Frauen dazugerechnet, mit denen ca. die Hälfte der im Internet aktiven Frauen erreicht werden können.

    http://www.interactivemedia.net

  • SevenOne Media

    SevenOne Media ist ein zur ProSiebenSat.1 Media gehörender Vermarkter, der hauptsächlich im TV-Bereich tätig ist, aber auch in der Onlinesparte eine große Präsenz zeigt.

    Neben den Onlineauftritten der Sender der ProSiebenSat.1 Media gehören auch andere bekannte Websites wie myvideo.de oder lokalisten.de sowie Werbung in der Chatsoftware ICQ zum Portfolio.

    http://www.sevenonemedia.de

    Tomorrow Focus Media

    Tomorrow Focus Media ist ein im Online- und im Mobilebereich tätiger Vermarkter. Im Portfolio dieses Anbieters befindet sich beispielsweise Chip.de, eine der meistbesuchten Webseiten Deutschlands.

    Neben der Vermarktung führt Tomorrow Focus Media Marktforschungsstudien z.B. über Online- und Mobile-Medien durch.

    http://www.tomorrow-focus-media.de

Werbeformen

Die Werbeformen im Internet sind äußerst vielfältig und entwickeln sich ständig weiter, darum gibt es auch Überschneidungen zwischen den einzelnen Bereichen. Die Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Werbekategorien, welche später im Detail erläutert werden.

Werbeformen im Überblick

Display AdsAffiliate MarketingSearch MarketingSocial Media Advertising
Als Display Ad wird allgemein die Einblendung von Werbemitteln auf Internetseiten Dritter bezeichnet. Diese können in Textform, in Bildform oder als Video an den unterschiedlichsten Stellen vorkommen. 

Affiliate Marketing bezeichnet eine Werbepraxis, bei der der Werbetreibende den Werbeflächenanbieter am Erfolg der Werbemaßnahmen beteiligt und ihn dementsprechend bezahlt. 

Hierbei gibt es unterschiedliche Abrechnungsmodelle.

Zusätzlich zu den Suchergebnissen werden beim Search Marketing oder Keyword Advertising bezahlte Links passend zu einem Suchwort eingeblendet. 

Da Online-Suchen oft die Basis für Käufe bilden, können hier sehr gute Werbeeffekte erzielt werden.

Werbung in Social Media erlaubt eine äußerst präzise Ansprache der Zielgruppe. Darüber hinaus gehören soziale Netzwerke zu den reichweitenstärksten und höchstfrequentierten Seiten im Internet.

Anbieter können sich innerhalb sozialer Netzwerke in einem positiven Umfeld präsentieren.

Übersicht DisplayAds

Display Ads

Display Advertising ist eine relativ übergeordnete Definition für alle Formen von Werbung im Internet, die in gewöhnlichen Webinhalten eingeblendet werden kann. Sie ist daher die am weitesten verbreitete Werbeform im Internet. Sie wird eingeteilt in:

  • In-Page Ads: Werbung innerhalb von Webseiten. Neben Standard-Werbebannern, deren Formate vom Interactive Advertising Board festgelegt werden, gibt es ebenfalls standardisierte Premiumwerbeformen, die besonders hohe Aufmerksamkeitswerte erzielen. Sonderwerbeformen ermöglichen mehr Kreativität bei der Gestaltung und können an besonderen Stellen auf einer Webseite stehen. Die Einbettung von Werbevideos in Webseiten ist ebenfalls möglich und wird zu den In-Page Ads gezählt. Eine Übersicht über Standard-Werbeformate finden Sie hier.
  • In-Stream Video Ads: In Web-Videos, Live-Streams, Video-on-Demand- oder IPTV-Inhalten können Werbevideos an verschiedenen Positionen des Contents eingefügt werden, die als Linear Video Ads bezeichnet werden. Non-Linear Video Ads werden parallel zum Content dargestellt, z.B. als Überlagerung oder Einblendung.
  • Tandem Ads kombinieren In-Stream Ads mit In-Page Ads und ermöglichen z.B. eine Reminderfunktion nach Ablauf eines Spots oder eine Erweiterung der Werbefläche aus dem Player heraus.

Kennzahlen

  • Unique Visits

    Als Unique Visits bezeichnet man die Seitenaufrufe unterschiedlicher IP-Adressen. Dabei werden nur diejenigen Besucher gezählt, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums (international verbreitet: 30 Minuten) eine Seite besuchen. Durch diese Zählweise werden Mehrfachaufrufe eliminiert und genauere Informationen über die Reichweite gewonnen. Die so ermittelten Besucher einer Webseite nennt man Unique Visitors oder Unique Users. Dennoch ist die so gemessene Anzahl der User nicht exakt: die derzeitigen Messsysteme zählen einen mehrmaligen Besucher mehrfach, wenn dessen bisher hinterlegtes Cookie nicht mit dem neuen übereinstimmt. Dies geschieht immer dann, wenn ein Nutzer seine Cookies gelöscht hat. Dieser Fehler muss beim intermedialen Vergleich des TKP berücksichtigt werden, da die Anzahl der Unique User meist deutlich höher als die tatsächliche Reichweite ist.

    Ad Impressions

    Jeder Aufruf einer Seite mit einem bestimmten Werbemittel stellt eine Ad Impression dar. Da Werbebanner flexibel gebucht werden können, z.B. nur zu bestimmten Tageszeiten oder nur in bestimmten Regionen, ist nicht jeder Aufruf der werbeführenden Seite gleichzeitig eine Ad Impression. Wird die Werbefläche eines Seitenbetreibers dagegen z.B. ganztägig und in allen Regionen belegt, ist die Anzahl der Seitenaufrufe und der Ad Impressions über diesen Zeitraum identisch.

    Page Impressions (Seitenaufrufe)

    Jeder Aufruf einer Seite stellt  eine Page Impression dar. Wenn ein Internetnutzer z.B. vier Seiten einer Homepage besucht, so entstehen auch vier Page Impressions.

  • Conversion-Rate

    Allgemein sagt die Conversion-Rate aus, wie hoch der Anteil der Personen ist, die ein bestimmtes Angebot  auf einer Website wahrnehmen. Meistens berechnet sich der Anteil jedoch als Quotient aus Käufern und Benutzern. Wenn beispielsweise von 100 Besuchern auf einer Website drei eine Kaufhandlung ausführen, so liegt die Conversion-Rate bei 3 %.

    Verweildauer

    Im Onlinebereich gibt die Verweildauer an, wie lange ein Besucher auf einer Website bleibt, d.h. wie intensiv er dessen Angebot nutzt. Um diesen Wert zu ermitteln, wird die Zeit zwischen dem ersten und letzten Aufruf der Website gemessen. Da man allerdings nur bedingt ermitteln kann, ob ein User in dieser Zeit seine volle Aufmerksamkeit auf die Website richtet, ist die Verweildauer lediglich ein Orientierungspunkt.

    Click-Through-Rate

    Die Click-Through-Rate gibt an, wie viele Klicks eine Online-Werbeanzeige pro Werbeeinblendung erhält. Bei klassischen Werbebannern liegt der Wert oft im Promillebereich, d.h. diese werden bei 1000 Werbeeinblendungen nur ein- bis zweimal angeklickt. Neuere Werbeformen wie nicht-lineare In-Stream-Video Ads erreichen bisweilen sogar zweistellige Prozentwerte, wobei dies teilweise auf Fehlklicks zurückzuführen ist.

Medienübergreifende Kennzahlen

  • Bekanntheitsgrad

    Der Bekanntheitsgrad einer Marke bezeichnet den Anteil der Personen, die diese Marke dem Namen nach kennen bzw. schon mit ihr in Kontakt gekommen sind. Man kann zwischen ungestütztem und gestütztem Bekanntheitsgrad unterscheiden: Mit der ungestützten Bekanntheit bezeichnet man den Anteil der Personen, die sich aktiv an ein Medium erinnern (Welche Waschmittel kennen sie?). Die gestützte Bekanntheit bezieht auch diejenigen Personen ein, die ein Medium wiedererkennen (Kennen Sie Persil?). Da der gestützte Bekanntheitsgrad in der Regel deutlich höher als der ungestütze ist, muss man genau darauf achten, wie ein Bekanntheitsgrad ermittelt wurde.

    Der Bekanntheitsgrad eines Mediums spielt bei Kaufentscheidungen oft eine zentrale Rolle. Das  sogenannte AIDA-Modell veranschaulicht  4 Phasen, die zur Kaufentscheidung führen sollen. Bevor ein Kunde ein Produkt erwirbt, muss seine Aufmerksamkeit auf das Produkt gelenkt werden. Der Bekanntheitsgrad trägt wesentlich zur erstrebten Aufmerksamkeit bei. Daher gilt im Modell: Je höher der Bekanntheitsgrad, desto höher die Kaufwahrscheinlichkeit.

  • Gross Rating Point (GRP)

    Neben Nettoreichweite und Durchschnittskontakten ist der GRP einer der am häufigsten genutzten Werte bei der Mediaplanung. Er wird berechnet, indem der prozentuale Wert der Nettoreichweite (d.h. Anteil der Nettoreichweite an der Zielgruppe) mit den Durchschnittskontakten multipliziert wird.

    Hat eine Werbekampagne z.B. 50% ihrer Zielgruppe mindestens einmal erreicht und die Anzahl der Durchschnittskontakte ist 4 (d.h. im Schnitt ist eine Person 4 mal von einem Werbemittel der Kampagne erreicht worden), so berechnet sich der GRP als 50 X 4 = 200.

  • Interne Überschneidung

    Die interne Überschneidung bezeichnet die Überschneidung der Nutzer verschiedener Ausgaben desselben Werbeträgers.

    Medien, die einen hohen Stammleseranteil haben, d.h. schwach kumulieren, haben eine hohe interne Überschneidung. Mit diesen Medien kann man kein großes Reichweitenwachstum erzielen, erreicht jedoch viele Personen öfters.

    Medien, die einen geringen Stammleseranteil haben, d.h. stark kumulieren, haben eine geringe interne Überschneidung. Entsprechend kann man durch Mehrfachschaltung in einem solchen Medium ein hohes Reichweitenwachstum erzielen, erreicht seine Zielpersonen aber weniger oft.

  • Externe Überschneidung

    Die externe Überschneidung bezeichnet die Überschneidung der Nutzung verschiedener Werbeträger. Schaltet man also Anzeigen in zwei Werbeträgern mit relativ hoher externer Überschneidung wie z.B. Bild und Auto Bild, so erzielt man ein geringes Reichweitenwachstum, erreicht seine Zielpersonen aber häufig. Entsprechend resultiert aus Anzeigenschaltung in zwei Werbeträgern mit geringer externer Überschneidung ein hohes Reichweitenwachstum bei geringer Kontaktzahl pro Zielperson.

  • Der weiteste Benutzerkreis

    Der weiteste Nutzerkreis (WNK) eines Mediums umfasst alle Personen, die dieses Medium in den letzten 12 (Print) bzw. 14 (TV und Radio) Erscheinungsintervallen benutzt haben. Im Printbereich spricht man vom weitesten Leserkreis, beim Fernsehen vom weitesten Seherkreis und beim Radio vom weitesten Hörerkreis.

  • Der weiteste Kennerkreis (WKK)

    Der weiteste Kennerkreis eines Mediums umfasst alle Personen, die sich daran erinnern, dieses Medium jemals konsumiert haben.

  • Reichweite

    Die Reichweite eines Werbeträgers umfasst den Anteil der Personen, die in einem bestimmten Zeitraum Kontakt mit diesem Werbeträger hatten. Die Reichweite kann dabei auf die Gesamtbevölkerung oder auf eine bestimmte Zielgruppe bezogen werden. Je nach Art des Werbeträgers gibt es unterschiedliche Daten für die Ermittlung der Reichweite. Beim Fernsehen ist dies z.B. die Einschaltquote, bei Printmedien die verbreitete Auflage.

  • Nettoreichweite

    Die Nettoreichweite gibt an, wie viele Personen mit einem bestimmten Werbemittel bzw. einer Werbung mindestens einmal in Kontakt kamen. Dabei spielt es keine Rolle, in welchen Werbeträgern wie viele Kontakte entstanden sind, da nicht die Kontakte, sondern die Personen gezählt werden.

  • Bruttoreichweite

    Im Unterschied zur Nettoreichweite wird bei der Bruttoreichweite die Summe der einzelnen Reichweiten mehrerer Werbeträger gebildet. Da es dabei in der Regel zu Überschneidungen kommt, ist die Bruttoreichweite meist höher als die Nettoreichweite. Genau genommen ist die Bruttoreichweite also keine Reichweite, sondern die Bruttokontaktsumme. Sie gibt nicht die Anzahl der Personen, die mit einem Werbeträger Kontakt hatten, sondern die Anzahl der Kontakte selbst an.

    Bei einer Einschaltung in einem Medium ist die Netto- und die Bruttoreichweite identisch, da es in diesem Fall zu keinen Überschneidungen kommen kann.

  • Kumulation (Reichweitenwachstum)

    Werbeträger, die eine regelmäßige Nutzerschaft haben und über mehrere Erscheinungsintervalle nur wenig neue Nutzer hinzugewinnen, haben ein schwaches Nettoreichweitenwachstum.

    Werbeträger, die eine unregelmäßige Nutzerschaft haben und über mehrere Erscheinungsintervalle viele neue Nutzer hinzugewinnen, haben ein starkes Nettoreichweitenwachstum.

    Diese Ansammlung neuer Zielpersonen durch eine Werbeaktion nennt man auch Kumulation. Schwach kumulierende Medien sind z.B. Abozeitungen, stark kumulierende Medien sind z.B. reine Nachrichtensender.

  • Tausend-Kontakt-Preis (TKP)

    Der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) gibt an, welcher Geldbetrag  aufgewendet werden muss, um bei einer Werbekampagne 1000 Kontakte zu erreichen. Jeder Sichtkontakt (bzw. beim Radio Hörkontakt) mit der Werbung wird einzeln gezählt, d.h. eine Person kann auch mehrere Kontakte haben.

    Beim TKP wird weder die Kontaktintensität noch die Qualität des Trägermediums oder des Werbemittels berücksichtigt. Da es sich also um eine rein quantitative Preisbestimmung handelt, kann allein mithilfe des TKP keine endgültige Aussage über das Preis-Leistungsverhältnis eines Werbeträgers getroffen werden.

  • Tausend-Nutzer-Preis (TNP)

    Der Tausend-Nutzer-Preis (TNP) gibt an, welcher Geldbetrag  aufgewendet werden muss, um bei einer Werbekampagne 1000 verschiedene Personen zu erreichen, d.h. auch Personen mit mehreren Sicht- oder Hörkontakten werden nur einmal gezählt.

    Mithilfe des TNP kann wie beim TKP keine endgültige Aussage über das Preis-Leistungsverhältnis eines Werbeträgers getroffen werden, da die Messung weder über die Kontaktintensität noch über die Qualität des Trägermediums und des Werbemittels Auskunft gibt.

  • Durschnittskontakte

    Die Durchschnittskontakte eines oder mehrerer Werbeträger sind die durchschnittlichen Kontakte pro Zielperson. Der Wert berechnet sich als der Quotient aus der Anzahl der Kontakte (Bruttoreichweite) und der Anzahl der Nutzer (Nettoreichweite). Der englische Fachbegriff für Durchschnittskontakte lautet opportunity to see (OTS) und beschreibt ebenfalls die Durchschnitts-Kontaktgelegenheiten für eine Person, die mindestens einmal erreicht wurde.

    Je höher die Überschneidung der Werbeträger einer Kampagne ist, desto mehr Durchschnittskontakte erreicht die Kampagne (und umgekehrt). Die Mediastrategie bestimmt, ob bei einer Werbekampagne die Anzahl der Durchschnittskontakte oder das Kriterium Reichweite im Vordergrund steht.